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Der eigene Laden

Ich mache Nägel mit Köpfen, es ist soweit. Kürzlich ist die Tante meines Mannes verstorben, was natürlich traurig ist, nicht dass man mich falsch versteht. Das Gute allerdings ist, dass sie uns eine stattliche Erbschaft hinterlassen hat, 40.000 Euro sind es fast. Mein Mann und ich haben lange hin und her überlegt, was wir mit dem Geld machen können, und ich habe mich lange nicht getraut, den Vorschlag, den ich im Kopf hatte, auch auszusprechen. Er hat es dann von sich aus gesagt: Viktoria, wollen wir das Geld nicht dafür benutzen, die ein eigenes Geschäft aufzumachen? Ich bin ihm vor Glück um den Hals gefallen, genau das habe ich mir am allermeisten gewünscht. Jetzt haben wir genug Geld, um ein geeignetes Lokal zu finden und es umzubauen, und ich kann sogar bald schon meinen Job kündigen, um mich voll und ganz dem Projekt widmen zu können. Das ist ein ganzer Batzen Arbeit. Am wichtigsten ist eine geeignete Location. Die muss eine gute Lage haben, darf nicht zu groß sein, zu klein aber auch nicht. Dazu müssen unglaublich viele Anträge eingeholt werden, Gewerbeamt, Finanzamt, ich weiß gar nicht wie das alles heißt. Wir haben in unserem Freundeskreis zum Glück Menschen, die sich mit diesem ganzen Papierkram auskennen. Das ist nicht so meine Welt, ich arbeite lieber mit Blumen, und wie hier teilweise mit Zimt und Mehl.

Ich habe sogar schon davon geträumt, wie der Laden schlussendlich aussehen wird. In erster Linie bunt. So bunt wie zuckerige Cupcakes, rosa, hellblau, alles ein bisschen pastellfarben, alles niedlich, und alles so, dass man gerne Kaffee trinken mag, dazu ein Stück Kuchen isst und mit einem Blumenstrauss nach Hause geht. Zwischendrin habe ich immer wieder kurz Angst, dass der Plan nicht aufgehen könnte, dass wir hier keinen geeigneten Ort finden oder dass niemend in den Laden kommt. Aber solche Zweifel gehören wohl dazu.

21.11.12 18:14, kommentieren

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Umbau, dann Neustart

Habe ich mir im letzten Eintrag noch Sorgen gemacht, dass wir keinen geeigneten Ort finden? Das war völlig unbegründet, wie sich jetzt herausgestellt hat. Auch wenn die Suche eine Weile gedauert hat, jetzt ist der perfekte Ort gefunden. Das Ladenlokal, was wir uns ausgesucht haben, lieggt direkt in der Innenstadt von Gornau, 100 Meter vom Marktplatz entfernt. Der Laden hat rund 200 Quadratmeter, und der Clou ist, dass einen höheren und einen niedrigeren Teil gibt. Man kann also die beiden Ladenteile auch optisch ein bisschen voneinander abteilen. Im vorderen Teil könnte zum Beispiel die Blumenecke entstehen, und im hinteren Teil könnten die Gäste sitzen und Kaffee trinken. Den Geruch, der durch den Laden wabern wird, wage ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht auszumalen. Man stelle sich das einmal vor, der Duft von den frisch gerösteten Bohnen gemischt mit dem Duft der vielen verschiedenen Blumen, dazu noch der frisch gebackene Kuchen. Das klingt doch paradiesisch.

Wir können ab nächste Woche damit anfangen, den Laden zu renovieren. Als erstes muss der alte Bodenbelag raus, ich habe die Hoffnung, dass wir darunter schöne alte Holzdielen finden, die wir abschleifen können. Das wäre mir mit Abstand am liebsten, das wirkt dann gleich immer so heimelig und urig. Zur Not würde es auch sowas wie Kork oder in anderes natürliches Material gehen. In der Blumenecke müssen es natürlich Fliesen sein, da kommt zuviel Wasser zum Einsatz, das würde ein Holzboden nicht lange mitmachen. Danach müssen die alten Tapeten runter, die Küche muss renoviert werden, die Elektrik überprüft, Lampen installiert. Ach, die Liste ist endlos. Ich bin gespannt, wie weit wir dieses Jahr noch kommen, ich ärgere mich ein bisschen, dass ich dieses Jahr das Weihnachtsgeschäft verpasse. Nächstes Jahr dann aber richtig..

30.12.12 12:37, kommentieren

Zuviel Kuchen für zu Hause

Hallo, ich heiße Viktoria, und ich bin von Beruf Floristin. Ich liebe Blumen, das habe ich schon als Kind, deswegen war es ganz klar, was für einen Beruf ich machen möchte. Ich kann mich noch erinnern, in der Schule, in der Grundschule glaube ich sogar, hatten wir das Thema 'Frühblüher' und sind mit der ganzen Klasse in den Wald gegangen, um nach Frühblühern zu suchen. Ich kann mich an die Aufregung und die Freude, wenn wir eine Blume entdeckt haben, wie heute erinnern, und ich war die einzige in der ganzen Klasse, die sich alle Namen gemerkt hatte. Hahnenfuß, Krokusse, Schneeglöckchen, ich habe sie alle erkannt und wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören, nach ihnen zu suchen. In den Wald gehe ich immer noch für mein leben gern. Wir machen oft Ausflüge mit der ganzen Familie und gehen stundenlang über Felder, Wiesen und Wälder. Mein Mann und meine Kinder mögen die Natur zum Glück genau so gerne wie ich.

Ich habe nun die letzten Jahre in einem Blumenladen gearbeitet, der zu einer Kette gehört. Das macht mir Spaß, aber ich hätte lieber etwas eigenes. Etwas, wo ich meinen zweite große Leidenschaft, das Backen, mit einbringen kann. Backen ist für mich wie Wellness. Immer wenn ich viel zu tun haben, gestresst bin und abends genervt nach Hause komme, dann lasse ich mir keine Badewanne ein, sondern ich stelle mich in die Küche und fange an zu backen. Kuchen, Kekse oder auch Brot, alles was gebacken werden kann, wird von mir auch gebacken. Am liebsten mache ich ganz ausgefallene Sachen, große Torten, kleine bunte Cupcakes, alles was man schön dekorieren kann. Geburtstage sind für mich immer eine willkommene Abwechslung, in der Küche mal wieder ein bisschen zaubern zu können. Meine Familie ist schon ganz genervt von den vielen Kuchen, die sie immer essen muss, deswegen wäre ein Laden, in dem ich diese Leidenschaft ausleben kann, perfekt.

12.11.12 19:39, kommentieren